Zirkus Jugendtrainer

Übersicht

Die Qualifizierung Zirkus Jugendtrainer/in richtet sich an Jugendliche, die ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendzirkusarbeit tätig sind und einen Abschluss als Zirkus Jugendübungsleiter/in haben.

Sie setzt sich aus 5 Bausteinen zusammen, die sich in einem Zeitraum von mindestens 8 Monaten über 115 Zeit-Stunden bzw. 153 UST (a 45min) erstrecken.

Die Qualifizierung zum/zur Zirkus Jugendtrainer/in kann den Erwerb des Kompetenznachweises Kultur mit einschließen. Mit Erreichen des 18. Lebensjahres entspricht die Qualifizierung dem Abschluss Zirkustrainer/in- Grundlagen des Strukturplans zirkuspädagogischer Bildungsgänge der BAG Zirkuspädagogik.

Ziele

Die Qualifizierung hat das Ziel, Jugendliche zu befähigen, selbstständig Gruppen in einem zirkuspädagogischen Angebot zu leiten. Sie erlernen die vertiefende Didaktik und Methodik unter Berücksichtigung der jeweiligen Zielgruppe von mindestens einer der vier Basisdisziplinen der Zirkuspädagogik (Akrobatik, Luftakrobatik, Jonglage und Balancetechniken).

Des Weiteren werden sie befähigt - unter Berücksichtigung der jeweiligen Zielgruppe - kleine Auftritte selbstständig zu organisieren sowie Nummern und kurze Szenen zu inszenieren, umzusetzen und zu reflektieren.

Leitlinien

Die folgenden Leitlinien sollen als grundsätzliche Orientierung dienen und die Planung und Durchführung der Qualifizierung begleiten.

Die Vermittlung von Inhalten und Fähigkeiten wird zu einem großen Teil mit erlebnis- und erfahrungsorientierten Methoden erreicht.

Die pädagogischen Möglichkeiten und Vorzüge des Mediums Zirkus sowie die Anwendung als multifunktionale Methode werden herausgestellt. Hierbei ist die gemeinsame Auseinandersetzung und Entwicklung eines Verständnisses für das zirkuspädagogische Leitbild der BAG Zirkuspädagogik eine wichtige Querschnittsaufgabe und gibt dem/der Zirkus Jugendtrainer/in eine besondere Qualität.

Hierbei hat sich die BAG auf folgende Definition festgelegt:

„Zirkuspädagogik ist die Vermittlung zirzensischer Techniken, die auf das Erleben individueller Förderung baut und eine Ausprägung künstlerischer Fähigkeiten anstrebt. Im Zentrum zirkuspädagogischer Aktivität steht der Mensch in der Gruppe mit seinen Ressourcen und Potentialen.“(aus: Leitbild für Zirkuspädagogik, BAG Zirkuspädagogik 2001).

Die Vermittlung von Inhalten und Fähigkeiten wird zu einem großen Teil mit erlebnis- und erfahrungsorientierten Methoden erreicht.

Die Vermittlung von Inhalten und Fähigkeiten wird zu einem großen Teil mit erlebnis- und erfahrungsorientierten Methoden erreicht.

Die Offenlegung und Reflexion der eigenen Handlungskompetenzen und somit deren mögliche Erweiterung und Qualitätssteigerung, sowie die Reflexionsarbeit mit und über eine Gruppe wird gemeinsam erprobt und ist in einem begleitenden Prozess stetig anzuwenden und umzusetzen.